OOH Podcast

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00:00:09: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des

00:00:11: Art of Home-Podcasts.

00:00:13: Heute sprechen wir über Kreation im öffentlichen Raum und die Frage,

00:00:16: warum ist

00:00:18: so viel davon ziemlich mittelmäßig?

00:00:21: Zu Gast sind Arn Pugunke von Rebmann und Pugunker eine der profiliertesten Kreativen in den Bereich Artof Home und Mitglied der Plakkadieber Jury.

00:00:30: Mit ihm spreche ich darüber, was gute

00:00:31: Out-of-Home-Kreation

00:00:32: ausmacht.

00:00:33: Warum manche Kreation vielleicht nicht ganz so toll ist und die Werbung im öffentlichen Raum wirkt?

00:00:39: Hallo Arndt!

00:00:41: Guten Tag!

00:00:42: Hi Kai!

00:00:43: Freut mich dass du mich eingeladen hast und wir zusammen über dieses Thema sprechen können.

00:00:48: Ich glaube es ist ein super richtiges Thema aber Kreation bei Out of Home ja besonders wichtig

00:00:54: ist.

00:00:54: Sag mal ArndT wenn Du Dich in Stadt gehst Erkennst du in den ersten zwei Sekunden, ob Motiv gut ist oder nicht gut ist und wenn ja woran erkennt man sowas?

00:01:05: Ja jetzt schwierig.

00:01:08: Eigentlich gar nicht so schwierig zu beantworten.

00:01:10: Es eigentlich erkennt uns daran, ob ich dieses Motiv sehe oder ob ich es nicht sehe also ob ich's wirklich wahrnehme oder ob Ich einfach drüber hinweg gucke ob ich das übersehe.

00:01:22: Und ich glaube dass da gehts mir als kreativen wie mit den meisten anderen Menschen auch.

00:01:27: Wir sind alle dermaßen an Werbung im öffentlichen Raum gewohnt, dass wir die zum größten Teil einfach schlichtweg übersehen und selbst wenn sie riesengroß sind.

00:01:38: das kennt nicht alles.

00:01:39: das habe ich schon alles mal gesehen das hebt mich nicht mehr an.

00:01:43: und alles was dann da raussticht aus der Masse und was sich wirklich wahrnehme wo ich wirklich hinschaue das dürfte dann eigentlich ein Gutes Autoformotiv sein, oder es ist ein ganz schlechtes?

00:01:59: Man hat auch Gefühl.

00:02:01: Wie viel Prozent der Autofromotive wurde das spontan als gut bezeichnet?

00:02:05: Kann man das irgendwie fix machen in einer Zahl?

00:02:07: Ja, prozent war nicht so gut in Mathe auch nicht.

00:02:13: Deswegen ich ... Also im Prozent kann ich nicht sagen aber besonders viele sind's nicht.

00:02:19: also wenn man sich bloß überlegt dass ja an Jeder Bushaltestelle, jeden Baugerust in jedem Bahnhof.

00:02:26: Jeden Einkaufs, jeder Ausfallstraße und jeder Stromkasten.

00:02:30: Also alles ist ja voll mit Motiven, mit Werbung.

00:02:36: Und wenn man dann nachdenkt was ist mir da heute positiv aufgefallen oder was ist mehr in Erinnerung geblieben?

00:02:43: Da bleibt er dann leider nicht viel übrig.

00:02:45: deswegen sind es wenige, leider zu wenige.

00:02:50: Wenn du jetzt durch einen öffentlichen Raum gehst, du bist ja einer der macht solche Dinge.

00:02:55: Das heißt, du weißt dir auch was für ein Herzblut manchmal dran hängt wirklich gute Kreation zu machen.

00:03:00: Ärgerst du dich wenn du den Rest siehst wo du sagst naja ist eigentlich nicht gelungen.

00:03:04: sollte man vielleicht noch mal hätte man nochmal besser daran nicht drüber schlafen?

00:03:10: Ja und ja als kreativer ja.

00:03:13: aber bin ich jetzt ganz normal als unberuflich und unbewusst sagen wir mal so die Die Stadt gehe, dann denkt man eigentlich ja meist überhaupt nichts.

00:03:24: Weil einfach nichts da ist, worüber man nachdenken müsste oder was überhaupt in den Kopf will oder was im Kopf bleibt.

00:03:32: und das ist jetzt auch nicht so dass ich die Straße runtergehe und über jedem zweiten oder Form denke oh Gott, oh Gott!

00:03:39: Das ist schlimm.

00:03:41: also nicht mal das.

00:03:42: das meiste ist einfach uninteressant Nicht nur für mich als Kreativen, sondern für die allermeisten anderen Leute ja auch.

00:03:51: Aber es ist natürlich klar man guckt natürlich als kreativer schon ein Stück anders hin und denkt sich dann manchmal da hängt was und sagt das Plakat da ne?

00:04:02: Das ist ja durch zig Abstimmungen gegangen.

00:04:05: also im Entstehungsprozess haben wir da mindestens zwanzig leute drauf geguckt.

00:04:11: Dann wurde es verbessert verschlimmbessert auf Agenturseite und auch Guntenseite.

00:04:19: Und das, was dann da hängt?

00:04:21: Das fanden die ja dann gut!

00:04:23: Also wurde ja gemeinschaftlich gesagt, ja das ist gut, das hängen wir jetzt hin, das lassen wir auf die Leute los.

00:04:29: Und dass es schon manchmal erstaunlich und manchmal auch ein bisschen ärgerlich aus inhaltlicher Sicht und ganz oft einfach auch aus ästhetischer Sicht.

00:04:40: Das musste das jetzt sein...

00:04:44: Das spannende Prozess, ehrlich gesagt, liegt es denn an den Briefings von Kunden?

00:04:48: An den Agenturen.

00:04:49: Am Medium kann's ja nicht liegen weil das Medium ist ja erst mal neutral.

00:04:53: aber es ist wahrscheinlich so dass man sagt dieser Prozess sowie du gerade angedeutet hast is einer der eher dazu führt nicht mutig zu sein oder

00:05:05: Ja?

00:05:05: also als das medium ist natürlich unschuldig.

00:05:07: Das Medium kann nichts für das hängt oder stellt er ja nur.

00:05:12: Vielleicht hängt vielleicht mal am falschen Platz aber da kannst du auch nix dafür.

00:05:17: Ja, woran dient Briefingskunden-Agenturen?

00:05:20: Ich glaube kommt immer auf die Sichtweise an.

00:05:22: Also die Agentur sagt bestimmt es liegt ein Briefing und am Kunden der lässt nix zu.

00:05:30: Ihr Kreativ sagen vielleicht dann noch das liegt eine Beratung.

00:05:32: Die kriegen die guten Sachen nicht verkauft.

00:05:34: Dann hat man internen Problem oder eins ausgemacht.

00:05:38: Der Kundi sagt wahrscheinlich eher naja es liegt da in der Agentur.

00:05:40: Die liefern nichts Besseres oder die verstehen uns nicht.

00:05:44: Am Ende kann man es immer noch der Mediargentur in die Schuhe schieben, dann haben sie halt keine guten Platzierungen gebucht.

00:05:49: Und ganz am Ende kann er immer sagen... Es liegt am Budget!

00:05:53: Ja da ist ja immer zu wenig und irgendwie haben auch alle dabei ein Stück Recht denke ich.

00:05:59: also Ich glaube das ist das Zusammenspiel von Agenturen Kunden innerhalb der Agenturen innerhalb der Kunden mit dem Mediargentur.

00:06:11: Ich glaube, dass da einfach manchmal im Alltag – weil das ist ja für uns Werber ein alter Alltag etwas zu machen.

00:06:21: Und dann sieht man oft gar nicht mehr was eigentlich für ein geiles Medium ist, Outofoam oder so ein bisschen nochmal.

00:06:31: Man nimmt es halt mit.

00:06:32: Das ist halt im Medienmixter auf Mensch.

00:06:35: Outofom brauchen wir auch noch.

00:06:37: Nennen wir unser Kiewildel Wenn man das dann auch ist, packen es da drauf.

00:06:41: Buchen wir die üblichen Netze und fertig!

00:06:44: Also das ist jetzt sehr zugespitzt gesagt.

00:06:47: zuerst der Reotyp.

00:06:49: Es gibt natürlich auch die Kunden und die Agenturen und die Medien-Agenturen, die es richtig gut machen zum Glück.

00:06:55: Aber ich denke dass da viele Beteiligte auf allen Seiten, die die Power, die Out of Home hat, dass sie gar nicht mehr bewusst sind.

00:07:06: Und ich glaube dass da oft sehr insichtlich drauf geschaut wird.

00:07:13: In dem Sinn, dass man als Kreativer herrscht und denkt, das ist eine geile Idee, meine Headline und ich will meine Gestaltung da draußen sehen.

00:07:21: Und der Kunde denkt, ich will da groß mein Produkt sehen und meine Dienstleistungen werben und meinen Logo will ich da draußen zeigen!

00:07:28: Die Medienagentur nimmt die meistfräsentierten Plätze Und niemand denkt eigentlich an die armen Leute, die sich das auf dem Weg zur Arbeit oder zur Kita oder wo auch immerhin angucken müssen und daran ob sie das wirklich abholt.

00:07:45: Ob die das überhaupt interessiert?

00:07:48: Oder ob die das nicht eigentlich total nervt?

00:07:50: Ich glaube dieser Blick geht manchmal verloren weil wir ja die Aufgabe haben dass der Produkt, da ist die Dienstlastung, bewerbt das Also aufpassen muss, dass man nicht immer diese Innsicht hat.

00:08:05: Sondern dass man auch mal das mit den Augen der Leute sieht, die sich das anschauen müssen!

00:08:11: Weil bestellt hat es ja keiner.

00:08:15: Jetzt als Kreativer ist Autofoam einfach.

00:08:17: oder gerade weil's einfach ist und so kurzfristig, kurzzeitig nur wahrgenommen wird, ist es einfach besonders schwer?

00:08:27: Na ja wie heißt er so schön wenn es einfach wäre könnte es jeder.

00:08:32: Also, da scheint es ja schwer zu sein.

00:08:37: Also das ist natürlich Außenwärbung ein gutes Autofoam-Motiv.

00:08:43: Das ist schon immer eine Herausforderung für den Kreativen auch.

00:08:48: Eben weil es halt diese Einfachheit haben muss.

00:08:53: Man ist ja... Das ist ja alles auf ein paar Quadratmeter kondenszt.

00:08:59: also man hat jetzt keinen Keine zweite Szene, man hat keinen Sound.

00:09:04: Die Leute haben keine Zeit dafür, keiner hat Gebült dafür.

00:09:08: Man kann es auch nicht einfach mal aus dem Feet löschen wenn's nicht funktioniert oder Beschwerden kommen und das morgen nochmal neu machen.

00:09:14: Das Ding muss einfach sitzen ohne eine Caption, ohne eine Erklärung, ohne die Fußnote... Und das ist schwer!

00:09:25: Also das ist schwierig aber auch immer wieder eine schöne Herausforderung.

00:09:30: Und man sieht ja auch zum Glück immer wieder mal gute Beispiele, die das gut machen und das Schwierige was es hat sehr einfach wirken lassen und dies schaffen innerhalb von den Parquadratmetern eine Geschichte zu erzählen, Emotionen zu wecken, mir ein Lächeln aus Gesicht zum Zaubern und nebenbei noch etwas für die Marke zu tun.

00:09:57: Du hast gerade gesagt, sie müssen in den ersten zwei Sekunden einfach sitzen.

00:10:01: Das finde ich eine super Formulierung.

00:10:04: Was muss man denn machen damit es sitzt?

00:10:06: Gibt's da ne Faustrede?

00:10:08: oder würdest du sagen, es ist jedes Mal ein neuer Kampf so motiv zu entwickeln?

00:10:13: Als zwei Sekunde bist du ja schon relativ lang.

00:10:16: Also wenn ich zwei Sekünden sind ja heutzutage dann habe ich mich ja schon durch zehn TikTok Videos gerollt.

00:10:28: Das ist natürlich recht.

00:10:31: Ich glaube, man muss etwas schaffen was die Leute catcht.

00:10:34: Woran ich hängenbleibe und was mich irgendwie abholt.

00:10:39: also das kann ein Text sein eine gute Headline es kann aber auch die Gestaltung sein.

00:10:45: Es kann ein Look sein oder eine besondere Machart.

00:10:49: oder spiele ich mit dem Medium Out of Forms Was dazu verbinde ich das mit was, was dann schon ins Feld experiential geht.

00:11:03: Ich glaube man braucht so einen kleinen irritierenden, im positiven Sinn irritierende Moment und der kann witzig sein oder kann auch mal verstörend sein oder berührend oder entlaufend oder sagt genau das, was mich abholt.

00:11:24: Der darf bloß eins nicht sein und das ist egal.

00:11:29: Wenn du jetzt überlegst auf einer Party, es werben einen öffentlichen Raum ein höflicher Gast oder darf es auch ein höchlicher Gast sein?

00:11:37: Oder muss es irgendjemand sein der die Partie springt?

00:11:42: Naja also höfliche Gast.

00:11:44: Höflicher Gas ist ja eh schwierig weil uns hat ja keiner eingeladen.

00:11:49: Also ist Werbung in dem sind sowieso schon mal unhöflich.

00:11:55: Und ich glaube Wenn man sich dessen bewusst ist, dass man ja nicht eingeladen wurde auf diese Party öffentlicher Raum, dann kann ich anders darüber nachdenken.

00:12:08: Also wenn ich schon auf eine Party komme, auf die mich niemand eingeladene hat, dann sollte ich ja wenigstens was Halbwegs Interessantes zu erzählen haben oder einen interessanten Blick auf die Dinge haben oder witzig sein und dann kann Ich sogar den Raum und die Menschen für mich gewinnen Und ich kann den Gute Momente schaffen.

00:12:28: Irritieren ist ja jetzt nichts Negatives an sich, ne?

00:12:31: Ich kann auch auf eine gute und intelligente Art provokant sein.

00:12:36: Ich kann damit Anregen zum Nachdenken, ich kann zur Diskussion anregen.

00:12:41: Auf jeden Fall sollte ich da als der ungebeten Gast nicht komplett doof sein oder andere für Doof verkaufen oder nerven oder einfach nur immer ganz oft und ganz laut das Gleiche sagen.

00:12:54: Das will man von dem Gast auf der Party nichts hören und ich glaube, das wollen Leute von Werbung im öffentlichen Raum nicht.

00:13:02: Und in bestem Fall wäre es doch so wenn man bei dieser Partymetapher bleibt dass die Leute sagen, naja okay!

00:13:13: Die waren jetzt zwar nicht eingeladen aber wäre auch gerade gewesen, wenn sie nicht dabei gewesen wären.

00:13:18: Ich glaube dann hat man viel erreicht.

00:13:20: Das ist eine ganz schöne Formulierung.

00:13:22: Also was du schon gesagt hast, es darf nicht belanglos, es kann nicht langweilig sein.

00:13:27: Gibt's für dich auch No-Gos?

00:13:28: Wo du sagst das sollte außenwerbung so soll sie nicht sein?

00:13:31: Sollte sie nicht gestaltet sein?

00:13:35: Nee also ich finde dass immer wenn man, wenn man No-gos dann stellt man so Regeln auf und da halte ich nicht viel davon.

00:13:43: Ich denke die No-gos sind das, was in unserer ganzen Gesellschaft No-goes sein sollten.

00:13:51: Also Sexismus Rassismus, Diskriminierung jeder Art.

00:13:57: Gewalt, Reuschung oder halt einfach die Menschen für blöder zu halten als sie sind.

00:14:05: Das sind glaube ich so die einzigen No-Gos, die setzen würde.

00:14:08: sonst würde ich dann keine großen Regeln aufstellen weil man sie erstens dann eh wiederbrechen müsste.

00:14:16: und ich glaube je größer die Spielwiese ist dass du Barsiger und es so schöner kann das alles werden.

00:14:24: Du bist ein langjähriges Mitglied der Plakadiva-Jury, und wir haben ja vor Kurzem auch zusammengesessen um zu gucken was die Plakadiva XXVI denn so bringt?

00:14:33: Wir dürfen aber nichts verraten!

00:14:35: Aber wenn wir mal in den Rückspiegel gucken... Was haben die wirklich starken Arbeiten gemeinsam generell im letzten Jahr?

00:14:44: Gibt's da was du sagst?

00:14:46: Das zeichnet alle gemeinsam

00:14:47: aus?!

00:14:48: Ja, ich glaube das geht tatsächlich Hand in Hand mit dem was wir hier vorher schon angesprochen hatten.

00:14:54: Die überraschen also die alle starken Arbeiten aller Arbeiten die ausgezeichnet wurden egal in welcher Kategorie haben ein gutes Überraschungsmoment.

00:15:07: Also das ist entweder passiert dass durch herausragende handwerkliche Machart sei es textlicher Art oder gestalterischer Art oder dadurch, wie das Medium genutzt wird.

00:15:21: Was für eine Strategie hinter der Medienplanung steht?

00:15:26: Ich glaube die Überraschung, wie man mit diesem Medium umgehen kann und was man da rausholen kann – das macht dich stark!

00:15:35: Und es sind immer die Arbeiten an denen man sich erinnert.

00:15:40: auch in den Jury ist das ja so.

00:15:44: Hat das jemand gesehen?

00:15:46: Dann ist schon irgendwie ein bisschen schwierig, weil das schreit dann so ein bisschen nach einer OK.

00:15:52: Das wurde einmal irgendwo in einem Hinterhof aufgehängt um es bei einem Award einzureichen.

00:15:57: Jetzt sind ganz böse gesagt und es gibt immer die Arbeiten, was ich finde an der Plakonie war auch gut sehr weit vorn stehen, die real sind und an denen man auch auf der Straße hängen bleibt und an die man sich erinnern, wenn man sagt, ah, habe ich gesehen!

00:16:12: Das fand ich damals schon gut und so.

00:16:14: Ich glaube, das sind die, die stark sind und die zurecht dann auch in Preis holen.

00:16:20: So eine Arbeit, so eine Schrie nicht kennt?

00:16:22: Wir haben ja gerade die Shortlist veröffentlicht.

00:16:24: also dann steht da drin sozusagen wer die Top-Mattens ten sind aus jeder Kategorie.

00:16:30: Wenn du die letzten Jahre mal anguckst es sind ja manchmal hundertfünfzighundertsiebzig Einreichungen pro Jahr durch die man sich als Juror so durchquellen muss Wie, wie siehst du das?

00:16:41: Ist es ein Niveau der Einreichung generell hoch?

00:16:43: oder würdest Du sagen da ist auch viel dabei was besser nichtes Licht des Tageslichter blickt hätte.

00:16:52: Ja man will ja keine Arbeiten abwerten oder so.

00:16:58: Es ist so dass sich aber ehrlich aber sagen wir's also die Kracher Dichte war schon mal höher.

00:17:04: Also das muss man weiter feststellen als wir jetzt Wir haben, wir haben für unsere Kampagne für die Süddeutsche die Plakadiefer gewonnen und da war natürlich außer der Freude das man gewonnen hat.

00:17:22: Da war man auch besonders stolz darauf dass man sich gegen so starke Konkurrenz durchgesetzt hat.

00:17:28: Also dass man gesagt hat oh also wenn das in dem Umfeld bestehen kann dann scheint es ja wirklich gut gewesen zu sein nicht?

00:17:37: Gezweifelt hätten, aber das ist natürlich nochmal eine doppelte Bestätigung.

00:17:43: Und was da durchgequält durch die Arbeit so ist es nicht macht immer Freude.

00:17:48: Es macht Spaß sich das anzugucken Aber es waren für mich dieses Ball und dann bin ich glaube ich nicht der einzige weniger kracher dabei.

00:17:58: und das ist eigentlich ist das ja schade Es ist ein gutes Medium Da noch mal drüber nachdenken, vielleicht muss man die Stärken davon noch viel mehr sichtbar machen.

00:18:14: Also was das bringt von Anbestätigung an Lerneffekt wenn man da mitnimmt.

00:18:24: Was wir zum Beispiel dieses Jahr und ich glaube auch in den letzten Jahren komplett vermisst haben Das sind eigentlich auch so Sachen außerhalb von Werbung also es ist ja gar kein reiner Werbe-Award, in dem Fall würde ich das gar nicht verstehen.

00:18:40: Es zeichnet besondere Leistungen oder Kreativität im Bereich Autofrom aus und da gibt es doch so viel Kunstkultur, Theater, Ausstellungen... Ich meine, man muss doch ein Haufen guter Ideen geben.

00:18:58: Vielleicht ist das was, wo man sich hin noch ein bisschen öffnen müsste.

00:19:00: Vielleicht müsste man die Leute noch mal gezielt ansprechen.

00:19:03: Das würde mich schon nochmal stark interessieren, was da an Kreativität außerhalb von unserer Dienstleistungskreativitet so unterwegs ist.

00:19:15: Spannende Gedanken!

00:19:17: Manchmal habe ich das Gefühl, vielleicht irre ich mich auch gerade durch den Prozess, den du vorhin beschrieben hast also Agenturen und noch eine Agentur, noch einen Kunde und dann vielleicht die, bis der noch dabei ist Und wahrscheinlich auch noch mal der Vertrieb, der sagt da muss aber noch Folgendes drauf.

00:19:29: Ich habe so manchmal das Gefühl, die Marken Angst haben anzuecken und das was du vorhin beschrieben hast diese Irritation sich gar nicht mehr trauen.

00:19:39: oder ist es eine sagen wir ganz subjektive Einschätzung von mir aus deiner

00:19:42: Sicht?

00:19:44: Nee ich glaube dass er da haste das schon völlig recht.

00:19:50: also geht ja nicht immer ums Anecken oder um das Aneckungen ums Anäcken willen.

00:19:55: Also nicht jede Marke muss anecknen.

00:19:58: Viele sollten vielleicht gar nicht anecken, weil ihnen das einfach nicht entspricht und so weiter.

00:20:02: aber es geht um dieses Überraschungsmoment Und um diesen Punkt.

00:20:08: ich bewege mich oder bewege mich nicht als Plakat in einem Raum In dem mich jetzt niemand auf der Straße eingeladen hat und ich glaube dass geht darum dann wenigstens die Leute ein Stück weit zu überraschen Sie unterhalten, sie emotional zu berühren und nicht einfach bloß auch gar zu sein oder gar zu närsen.

00:20:36: Und ich glaube das wird einfach zu oft vergessen in dem Prozess.

00:20:44: Wir sind inzwischen als Außenwerbende auf einem digitale Branche.

00:20:48: Macht DOOH-Kreation

00:20:51: besser?

00:20:52: Oder komplexer aus deiner Sicht?

00:20:56: Ja, kann beides passieren.

00:20:58: Also auf jeden Fall also digital autofoam das war natürlich auch nochmal ein geiler Schritt.

00:21:08: Das muss man sagen für das Medium-Autofoom.

00:21:13: Es ist ein super Medium und ich finde aus kreativer Sicht ist es eigentlich fast ein eigenes Medium.

00:21:22: Ich glaube es macht Kreation dann besser, wenn die Kreation für Digital Autofroben gemacht ist.

00:21:28: Also wenn ich beispielsweise ein mittelmäßiges Plakat jetzt ein bisschen anniviere und da kommt ein Störer und das beschalte ich dann als Digital Autafroben, dann bleibt's aber trotzdem mittelmäßig.

00:21:44: Es wird eigentlich erst dann gut, wenn man einen Motiv von Anfang an als Digital Out-of-Home denkt und auch diese Stärken nutzt.

00:21:53: Manche Sachen eignen sich dafür vielleicht gar nicht, andere werden erst dadurch richtig gut durch die Technik, die ich einsetzen kann.

00:22:05: Also nochmal das Beispiel.

00:22:07: Unser SZ-Kampagne hieß damals mehr Licht und dann waren die Headlines und Motive, die bestanden ausschließlich aus Licht und Schatten.

00:22:17: Und dann haben wir gemeinsam mit dem Kunden natürlich vom Anfang an gesagt, dass Digital Audiform das Hauptmedium ist weil man da natürlich Licht und Schatten in all seinen Verläufen Bewegungen alles was das auslöst wunderbar zeigen und spielen kann.

00:22:35: Also die war... Das meine ich damit wo man sagt okay es ist eigentlich ein eigenes Medium.

00:22:41: Ich kann nicht sagen naja gut dann hauen wir das auch doch auf Digital Audiform auch immer den Dreh, dass man sich sagt, das ist das Medium.

00:22:51: Wie nutze ich es am besten?

00:22:53: Muss ich vielleicht ein Stück anpassen oder eine ganz andere Idee machen und dann wird's richtig gut.

00:23:00: Ich glaube, dann wirds nicht komplexer.

00:23:03: Dann denkt man das gleich mit und hat als Kreativer noch einen Spielwiesel.

00:23:10: Nicht so super wie die Idee!

00:23:13: ...beschreibst als Nukleus für ein Motiv, die tatsächlich überlegt was kann das Medium eigentlich etwas ganz anders.

00:23:19: Bestiebe ich auch bei so einem Bewegtbild-Medium?

00:23:22: Die Gefahr des Technik, die da möglich ist, die Idee überlagert?

00:23:31: Ja, da fällt mir jetzt nicht tatsächlich ein wirkliches Beispiel ein... Ich glaube wir sind da noch gar nicht am Ende der Fadenstange angekommen zu... oder dass noch gar nicht alles genutzt wird, was möglich wäre.

00:23:47: Auch dafür ist ja unser Award, wenn man das sieht, was für Sachen ausgezeichnet werden, wo man nicht als Kreationen sieht, ah okay guck mal, sieht schön aus jetzt in den Dorf gesagt sondern guckt mal, was alles möglich ist wie ich das nutzen kann?

00:24:03: Was da eigentlich dazu gehört und so weiter... Das ist natürlich toll.

00:24:07: aber ich glaube dass Technik am Ende niemals eine Idee ersetzt.

00:24:13: Aber eine Idee ohne die verfügbare Technik wird zu denken, macht auch keinen Sinn.

00:24:19: aber wenn das Hand in Hand geht und ich glaube da haben wir auch dieses Jahr ein paar Arbeiten ausgezeichnet.

00:24:27: dann entstehen ganz tolle innovative Arbeiten die auch anderen Marken kreativen Kundenagenturen zeigen, was ist denn eigentlich möglich in diesem Medium?

00:24:40: Und so kommen wir dann alle hoffentlich immer einen Schritt voran und machen das besser und interessanter und spannender.

00:24:50: Was ich auch spannend finde, du hast die Formulierung ungeladener Gast in dieser Partymitteffer reingeworfen, was ich sehr... Ressent finde ich ehrlich gesagt, weil am Ende findet Out of Home ja immer im echten Leben statt.

00:25:03: Mitten drin und ist was wo man eigentlich immer sagen muss okay, wo findet das Ganze denn eigentlich statt?

00:25:10: Und wo wird es dann gezeigt?

00:25:11: und wie wird's dann gezeigt?

00:25:12: Wie findest du dieses Zusammenspiel zwischen Kreation Und eine Medienagentur, die sich ja idealerweise im Vorfeld schon überlegen muss wo ist eigentlich die Spielfläche.

00:25:24: Wo zeige ich eigentlich dieses Motiv?

00:25:26: Wo zeig ich eigentlich die Kampagne?

00:25:28: Findet da eine Kommunikationsstadt oder ist es so das ihr Werkstück abliefert und wird dann irgendwo hingehängt oder hinten ausgestrahlt?

00:25:35: Ja, das ist ein super Punkt weil das natürlich mega wichtig.

00:25:41: Also ich kann ja nicht die geilste Kreation der Welt machen Und wenn die dann nicht sichtbar ist, dann bringt das dem Unternehmen unter Marike und mir überhaupt nichts.

00:25:52: Ich kann aber auch andersrum – ich kann die besten Platzierungen der Welt bieten!

00:25:56: Wenn er da nur misszusehen ist, bringt es genauso wenig.

00:26:00: Also ich glaube, was du da kurz angesprochen hast, dass man sagt, man muss das gemeinsam machen.

00:26:10: Ich bin kreativer, ich bin kein Mediamensch Und umso interessanter ist es, wenn man sich mal drauf einlässt.

00:26:18: Das hat sich ja zum Glück in den vielen zurückliegenden Jahren so geändert, dieses Silo-Denken was das ja früher gab.

00:26:26: Ja wir machen das dann schiebst du das rüber an die Media, die hängen das hin und wenn man's nicht gesehen hat, dann waren die Schulden usw.

00:26:34: Und das hat sich schon geändert dadurch dass die Gewerke wenn man sie sehen will alle so ein bisschen zusammen gerückt sind Dass man sich tatsächlich öfter austauscht, also zumindest machen wir das so.

00:26:48: Also dass man sich mit der Medienagentur austauschen, dass man die beste Sichtbarkeit will und auch guckt wo macht denn das überhaupt Sinn?

00:26:59: Wir haben zum Beispiel einen Einkunden hier in Berlin.

00:27:02: Das sind die Berliner Wasserbetriebe Und das ist ein kommunales Unternehmen.

00:27:06: Da gibt es ein begrenztes Budget weil da sind natürlich Steuergelder oder Gelder, die über den Wasserverkauf einnehmen.

00:27:15: Die können jetzt nicht wie in Großkonzernen Millionen an Mediagelden einfach raushauen und es klappt und wenn nicht dann nicht.

00:27:24: Leider haben sie auch keine Million für die Kreation aber das Hauptmedium für dieses Unternehmen ist Autofromen und da arbeiten wir zum Beispiel sehr eng mit der Mediargintur zusammen.

00:27:38: Tatsächlich jetzt mal erstaunlich und supererfreulich, was da an Sichtbarkeit geschafft wird.

00:27:43: Wie schlau das gebucht werden kann und wenn es gut verzahnt ist und was man daraus holen kann, wenn man das von Anfang an gut zusammendenkt und sich zusammen daran setzt.

00:27:54: Also super wichtige Zusammenarbeit!

00:27:59: Und das gilt eigentlich für alle Marken und das gilt für alle Bereiche.

00:28:03: Werde auch deine Empfehlung an werbentreibende Agenturen-Mediaplaner?

00:28:07: sich von vornherein zusammenzusetzen, gerade am frühen Start in einer Kampagne.

00:28:12: Also wenn die Kampagnie entsteht und zu sagen, lass uns doch mal überlegen wie wir sozusagen das was da entwickelt wird so sichtbar wie möglich machen können?

00:28:19: Und so eindrücklich wie möglich Machen können

00:28:22: ja sollte man auf jeden Fall machen.

00:28:25: Man hat ja auch als als kreativer oder als Werbeagentur usw.

00:28:31: Auch immer Das Recht oder eigentlich auch die Pflicht zu sagen Ja, nee.

00:28:35: Warum machen wir denn das eigentlich dort?

00:28:37: Also wenn sagen wir mal es wird der übliche Mediamix vorgegeben dann macht er hier und da und da machen wir noch ein bisschen so und so kann man ja immer sagen naja macht es nicht viel mehr Sinn größeren Teil des Budgets in Außenbeabung zu stecken?

00:28:52: Das wäre die Idee dafür.

00:28:54: also jetzt nicht um zu sagen Na ja weil wir gern Plakate machen sondern Wir haben eine Idee Die die Marke weiter bringt die euch als Unternehmen weiterbringt.

00:29:04: Wie spielt man am besten zum Beispiel in Autofoam?

00:29:08: Deswegen würden wir vorschlagen, wir machen eine tolle Autofom-Idee und bauen z.B.

00:29:13: den Restringsraum.

00:29:14: Man kann das natürlich auch andersrum machen.

00:29:15: dann ist Autofon ein Begleiter.

00:29:19: Das funktioniert natürlich auch.

00:29:21: aber ich denke da sollte man das sollte man machen und das macht eine erwachsene und professionelle Zusammenarbeit aus mit wenn alle von Anfang an ein Stück weit eingebunden sind oder spätestens dann wenn es darum geht, wie spielt man das aus?

00:29:39: Dass man sich dann zusammensetzt und dass man auch hört was die anderen sagen.

00:29:44: Also das funktioniert natürlich andersrum genauso gut, dass Medien in unseren Höhenleuten macht dort und dort keinen Sinn aus denen und den Gründen oder die Idee wird da so nicht funktionieren.

00:29:56: Da müsst ihr noch mal drüber nachdenken und ich denke, dass muss man auch annehmen.

00:30:01: Dann muss das auch tun.

00:30:03: Ganz zum Schluss eine ganz andere Frage.

00:30:05: Stell mal vor, du dürftest jetzt ne einzige Regel für Autofon-Kreation festlegen?

00:30:10: Du bist jetzt mal der, der bestimmen kann wie der öffentliche Raum aussieht und alle müssen sich daran halten.

00:30:17: Gibt es eine, wo du sagst das sollte künftig oder mal für eine Kampagnenzeitraum so sein?

00:30:26: Ja also ich würde einfach groß als Briefing nur groß sagen Bloß nicht langweilen, Leute.

00:30:37: Langweit die Menschen nähe ich und dann haben wir glaube ich schon viel erreicht.

00:30:42: Ganz herzlichen Dank!

00:30:44: Das war ein schönes Schluss.

00:30:45: Danke dir!

00:30:46: Nicht langweilig das finde ich ganz spannend und ich hoffe wir haben niemanden gelangweilt mit unserem Podcast.

00:30:51: Danke euch allen fürs Zuhören bis zur nächsten Folge

00:30:54: und

00:30:55: bis dahin glaube ich die Zusammenfassung ist lieber eine starke Idee und eine die vor allem nicht lang weilig ist als zehn.

00:31:01: bitte ein bisschen kananieren

00:31:03: Auf jeden Fall, auf jeden Fall.

00:31:06: Vielen Dank Kai!

00:31:07: Und danke fürs Zuhören.

00:31:08: Danke dir!

Über diesen Podcast

Der OOH-Podcast: alle 14 Tage produziert der Fachverband Aussenwerbung Podcasts mit spannenden Themen rund um die "Out of Home"-Welt. Prof. Dr. Kai-Marcus Thäsler spricht mit Experten über aktuelle Trends und Basics des letzten Massenmediums.

von und mit Fachverband Aussenwerbung e.V.

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