00:00:09: Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Out of Home, dem Podcast für alle, die Medien marken und öffentliche Kommunikation lieben.
00:00:16: Heute sprechen wir über ein Thema, das in der Branche gerade viel Echo erzeugt.
00:00:21: Brauchen klassische Medien ein Rebranding?
00:00:24: Unser Gast hat dazu ein viel diskutierten Artikel in Medien veröffentlicht.
00:00:29: Peter Kiefer, Gründer und Geschäftsführer der Strategie-Bioberatung, Punch.
00:00:34: Peter berät Marken bei Transformation, Positionierung, und moderner Medienstrategie.
00:00:39: Und wir sprechen darüber, warum klassische Medien sich neu erfinden müssen und welche Rolle Out of Foam im zukünftigen Brandbuilding spielt.
00:00:48: Hallo, Peter.
00:00:50: Hallo, freut mich sehr, hier zu sagen.
00:00:54: Peter, was hat dich zu diesem Medienartikel motiviert und warum gerade jetzt?
00:01:00: Also, ehrlicherweise ist das so ein Thema gewesen und das hat mich schon länger ungeprieben.
00:01:06: Und das war tatsächlich eher so ein fünfzehn Minuten Rage-Artikel, weil ich so genervt war von den ganzen Diskussionen, die ich in den Wochen davor gehabt habe, weil ich immer wieder in der Beratung feststelle, dass Marketingentscheider nicht so rational ihren Medienmix wählen, wie ich mir das eigentlich wünschen würde.
00:01:31: Also tatsächlich stelle ich immer wieder fest, die ganzen TKP-Zahlen, die ganzen Effectiveness-Zahlen etc.
00:01:39: Das spricht eigentlich alles für die sogenannten klassischen Medien.
00:01:44: Und trotzdem, wenn man das dann irgendwie auf den Tisch will und sagt, das wäre eigentlich der bessere Mix, den wir jetzt hier machen sollten, zucken alle zurück, insbesondere bei aus solchen Dingen wie, keine Ahnung, den Jahres-TV oder so was.
00:02:00: Und dann so alle, oh mein Gott, wir können das auf gar keinen Fall machen.
00:02:04: Wenn man da mal ein bisschen genauer hinhört, stellt man eigentlich fest, das hat gar nichts mit irgendwelchen Fakten zu tun, sondern es hat eigentlich nur was damit zu tun, dass man dann ja alt aussehen könnte und dass man dann irgendwie nicht mehr modern ist und so weiter.
00:02:21: Also, da ist ganz viel Emotion im Spiel.
00:02:24: Ich meine es auch klar, Menschen sind Menschen, alles gut, aber das hat schon einen sehr krassen Überhang inzwischen genommen und die Fakten sprechen eigentlich alle für wie gesagt, klassische Medien stärker einzusetzen.
00:02:38: und dennoch die meisten Marketiers schmeißen immer mehr Geld in das gesamte Thema digital rein.
00:02:46: Also es ist so ein bisschen eine paradoxe Situation und ich musste mir einfach an dieser Stelle mal Luft machen.
00:02:53: Und du redest von rebranding.
00:02:54: Rebranding heißt, wir müssen es neu positionieren oder du willst neu positionieren und die Medien müssen sich neu positionieren.
00:03:00: Was meinst du genau damit?
00:03:03: Also wenn man mal sich anschaut, also wenn man einfach mal von den Fakten weggeht, also die Faktenlage ist klar, wissen wir von hunderten von Modeling-Ergebnissen, von Metastudien und was was ich weiß, zum Beispiel so was wie eine Metastudie aus UK, wo man ganz klar sieht, eigentlich, ich nehme jetzt mal Social als Beispiel, das Market hier ist eigentlich viel zu viel Geld in Social.
00:03:33: reingeben, also sind eigentlich ein Overinvest drin und dennoch steigen die Budgets.
00:03:40: So und wenn man da jetzt mal sagt, okay, was ist denn in den letzten Jahren oder in den letzten Jahrzehnten eigentlich passiert, da ungefähr jede einzelne Media Gattung hat immer aus einem puren Reichweite, TKP etc.
00:04:03: PP Argument hat ausargumentiert.
00:04:07: Autoform lustigerweise auch.
00:04:09: Wenn ich mir die Gattungs-Wertung dafür anschaue, also Autoform trifft jeden, das ist ehrlicherweise ein Reichweiten Argument, nur ein bisschen schöner ausgedrückt.
00:04:20: Also muss man einfach mal so festhalten.
00:04:24: Gleichzeitig haben wir die ganzen digitalen Medien, auch wenn wir jetzt immer sich anschaut, was ja in sich schon ein Paradox ist, TikTok wirbt im TV.
00:04:34: Oder Spotify wirbt in Autofon.
00:04:41: Was erben die Länder drin?
00:04:43: Die werben eigentlich immer in irgendeiner Form, dass sie ganz vorne in der Kultur dabei sind, dass dort die Kultur geprägt wird, etc.
00:04:54: Und das ist eigentlich eine Modernitätsbotschaft.
00:04:58: Wie differenzierend, dass dann zwischen den ganzen digitalen Medien wieder ist, ist ein anderes Thema.
00:05:03: Aber als Gesamt wird immer dargestellt, digital ist dort, wo vorne ist und die klassischen Medien sind alle eh schon tot.
00:05:13: Und Ko, das lesen wir auch noch zusätzlich in der Presse.
00:05:16: Daher kommt eigentlich der Gedanke, wenn das dann so stimmt, dann brauchen wir eigentlich eine Umpositionierung der klassischen Medien.
00:05:26: Und daher kommt auch dieser Gedanke, dass man eigentlich eine andere Markengeschichte braucht oder eine andere Markenpositionierung, egal wie du das jetzt nennen willst.
00:05:34: Heißt das, die digitalen Vermarten sich deutlich besser?
00:05:38: Was heißt, die machen tatsächlich was anderes, weil sie eine andere Geschichte erzählen?
00:05:42: Die Reichweite spricht ihnen keine Art und sie sagen einfach, wir sind das tolle Moderne.
00:05:46: Und das andere müssen wir gar nicht kommunizieren, weil sowieso jeder glaubt, dass wir der Reichweitenbooster sind, oder?
00:05:51: Das heißt einfach, die Geschichte ist besser bei denen.
00:05:54: Die Geschichte ist viel besser.
00:05:55: Also muss man ja auch mal sagen, also wer will denn schon irgendwie altbacken sein?
00:06:00: Also das ist irgendwie logisch, dass da so eine Geschichte besser greift und die digitalen Medien haben das... Quarnatur, weil sie natürlich neu dazukommen sind, ist da ein bisschen einfacher gehabt.
00:06:14: Und am Anfang war das eigentlich eine Geschichte, die eher über, na ja, deine jungen Zielgruppen erreistet, darüber war.
00:06:23: Und dann wurde es relativ schnell zu, dort wird die Küttur geprägt, dort wird irgendwie das Gesamthema neu geschält, dort ist die Zukunft.
00:06:34: Und das erzählen sie gut.
00:06:35: Das streite ich überhaupt nicht ab.
00:06:37: Das ist alles gut.
00:06:40: Aber die klassischen Medien haben sich ehrlicherweise zurückgedehnt und haben sich auf raktionale Argumente wie, was kostet es mich, tausend Menschen zu erreichen und wie viele Menschen erreiche ich?
00:06:52: und darauf zum Schluss zurückgezogen.
00:06:56: Und ich glaube, da wird es Zeit, dass man da mal ein Gegenpol setzt.
00:07:01: Am Ende muss man natürlich immer sagen, Es gibt nicht gut und schlechte Medien, sondern es gibt Medien, die unterschiedliche Jobs unterschiedlich gut machen.
00:07:10: Also in Out of Form kann andere Dinge als ein YouTube Pre-Roll, das müssen wir uns glaube ich nicht unterhalten.
00:07:17: Aber trotzdem wird digital oft so wahrgenommen, als ob es alles könnte und das stimmt einfach
00:07:25: nicht.
00:07:25: Ganz guter Punkt.
00:07:26: Der Ball in Schapen, den berühmten Buch sagt ja auch, wir brauchen Reichweite, wir brauchen sogar streue Gewinne, um markennachhaltig verankern zu können und vor allem zu führen.
00:07:36: Was bedeutet denn das, was du gerade beschrieben hast?
00:07:38: Also die, ich sag mal, diese digitale Besoffenheit.
00:07:41: Was bedeutet denn das für Marken, die nachhaltig wachsen wollen?
00:07:47: Als Marke muss ich natürlich, das ist natürlich jetzt eher mal ein traditionelles Argument an der Stelle, muss ich erstmal sagen, ja, ich brauche möglichst viel Reichweite.
00:07:57: Also, wissen wir eigentlich nicht alle, dieses gesamte Thema Mikrotagenting, Personalisierung, AdScale, was auch immer das Schlagwort ist, ist eigentlich Quatsch, hat lustigerweise Facebook und wie die jetzt heißen Meter, der inzwischen auch erkannt.
00:08:16: Und erzählen einen Marketiers und Marken da draußen.
00:08:22: Besser ist es, wenn ich auf Reichweite setze.
00:08:24: Das ist dann in der Plattform total richtig.
00:08:27: Ist das dann aber insgesamt die Reichweite, die ich brauche und auch die Wirken, die ich brauchen?
00:08:33: Nein.
00:08:33: Und das, was mir allerdings ein bisschen zu kurz kommt in der gesamten Diskussion, ist, ja, viele Marken haben oder Markenverantwortliche haben.
00:08:44: dass von die krazizierte Buchhaubrenz-Grow gelesen und nehmen die Botschaft mit, ich brauche Reichweite.
00:08:51: Das ist aber nur ein Teil der Geschichte.
00:08:54: Also, weil klar brauche ich Reichweite, ich brauche aber auch Wiedererkennung und ich brauche vor allem Wirkung.
00:09:00: Und der Teil wird mal ganz oft einfach ausgeblendet, weil wir ihn als gegeben hinnehmen.
00:09:08: Und am Ende muss man natürlich einfach sagen, Wir müssen uns doch nichts vormachen, ob ein Banner die gleiche Wirkung hat, wie ein Kinospot, beispielsweise.
00:09:18: Und das ist so schön offensichtlich und das ist natürlich mehr nuancenhaft, wenn man da ein bisschen tiefer in die einzelnen Gattungen rein nimmt.
00:09:26: Aber am Ende muss ich mir eigentlich Überwirkungen Gedanken machen und nicht nur über Reichweite.
00:09:32: Also Reichweite ist ein Hebel dafür, klar, aber die Medien bringen natürlich unterschiedliche Stärken auch mit.
00:09:39: Und die muss ich auf den Sprechen bedienen.
00:09:40: Und es ist einfach fahrlässig, wenn ich einfach denke, naja, ich kippe einfach mein gesamtes Budget in die digitalen Medien rein oder aus meiner persönlichen Sicht noch schlimmer, wenn du dein gesamtes Budget-off-Influencer bündelst, damit irgendwie einen schönen Lifestyle finanzierst und eine Marke kommt irgendwie nicht drin vor.
00:10:03: Also das ist... Das macht einfach in sich keinen Sinn.
00:10:06: Also ich sage nicht, dass Influencer keinen Platz haben, genauso wenig, wie ich sagen würde, dass digitale Banner keinen Platz in der Mediamix haben.
00:10:16: Haben sie, ist alles gut, aber wir brauchen eine bessere Balance.
00:10:20: Und wir brauchen eine Balance, die auf Birkum ausgerichtet ist und nicht einfach nur was fühle ich gerade?
00:10:26: und was kommt zum Schluss ans Reichweite unten raus.
00:10:30: Das ist Teil der Gleichung.
00:10:33: Wie verändert sich der Mediamix, wenn man Wirkung wirklich ernst nimmt?
00:10:39: Na ja, also hab ich da gerade eben schon kurz anbeleutet.
00:10:43: Also du wirst einen Schiff sehen, wenn du wirklich das ganze ernst nimmst und sagst, ich möchte jetzt, und das ist jetzt sehr pauschal, was ich jetzt gerade sage, wirst.
00:10:57: in neunundneunzig Prozent der Fälle wirst du einen Schiff von pur digital hin zu einem ausgewogener Mix mit deutlich mehr Anteil im klassischen Medien, könnt sich sehen.
00:11:10: Und der Weg, den aber die meisten Marken beschreiben, ist ein echt fahrlässiger Weg, weil es wird immer digitaler.
00:11:16: Und es ist ein bisschen paradox-erlicher.
00:11:19: Na klar, die Frage, die man sich auch stellt, was ist eigentlich digital, was ist analog?
00:11:23: Weil natürlich auch bei den Anbietern, als Fernsehkanäle sind, ob es digitale Außenwerbung, klassische Außenwerbung ist, Das analoge und digitale verschwind ja teilweise.
00:11:32: Wie würdest du sagen, ist die Unterscheidung sinnvoll?
00:11:35: Also digital ist für mich, wenn ich so drauf gucke, immer noch Bubble und sozusagen gerade in Social Media relativ kleine Nutzerschaften, die sich in irgendwelchen Echokammern wiederfinden.
00:11:47: Und die hohe Reichweite liefert dann praktisch das klassische Medium oder liefern die klassischen Medien dazu.
00:11:53: Kann man das so pauschal sagen?
00:11:55: Muss man digital analog unterscheiden?
00:11:57: Am Ende ist es die Customer Journey, die berühmte.
00:12:00: Oder die Rezipienten, die Nutzung unterschiedlicher Mediengattung.
00:12:04: Und die entscheidet, wie man sich die Kampagne gewichtet.
00:12:07: Wahrscheinlich ja, ne?
00:12:09: Ehrlicherweise, ich finde der Begriff digital und klassisch oder analog, wie auch immer man es bezeichnen will, ist eigentlich eine Quatsch.
00:12:20: Differenzierung, weil das, was du auch gerade schon sagst, und das stimmt ja für fast alle Gattungen, aber Form ist ein digitales Medium.
00:12:31: Ihr habt total viel Anteil in euren digitalen Screens drin.
00:12:37: TV ist ein digitales Medium, allein wenn ich mir angucke, was ich dort mit CTV machen kann, etc.
00:12:43: Also eigentlich ist es ein Quatsch, das danach zu trennen.
00:12:49: Ich habe das ja in meinem Artikel auch so.
00:12:51: Denn einfach, weil es im Moment der Weg ist, wie viele Leute darüber nachdenken, der richtige Weg ist eigentlich zu trennen in Brandbuilding-Medien und in Aktivierungsmedien.
00:13:05: Sondern es auch dann Verschwimmungen geben, weil manche Medien auch beides können, das ist auch in Ordnung, aber das ist eigentlich der bessere Weg darüber nachzudenken, weil dann stelle ich auch, was will ich eigentlich erreichen?
00:13:17: in dem Mittelpunkt und nicht, ist das jetzt die Auslieferung digital oder nicht.
00:13:23: Also auch Grimp hat ja digitale, also digitale Elemente mit ihren ganzen Webseiten und Co.
00:13:30: Aber da machen wir irgendwie eine andere Unterscheidung drin und das finde ich ehrlich, aber total krass.
00:13:35: Du hast gerade digitale Außenwerbung schon angesprochen.
00:13:37: Wo steht denn aus deiner Sicht Out of Home?
00:13:39: Nehmen wir mal als klassisches Medium oder als, sag mal, Medium im öffentlichen Raum.
00:13:44: Bei dem, was du gerade beschreibst, also das Brandbuilding im Vergleich zu anderen Gattungen, wie siehst du da die Rolle?
00:13:52: Also, ich würde wahrscheinlich sagen, wenn ich dafür verantwortlich wäre, eine Positionierung für Autofoam zu schreiben, dann würde ich wahrscheinlich nicht mehr schreiben, Autofoam trifft jeden, sondern ich würde sagen, Autofoam ist das Medium für Markendienststatement setzen wollen.
00:14:18: Rechnung kommt dann, ne?
00:14:23: Also Spaß bei der Seite.
00:14:25: Aber das ist tatsächlich, ich glaube, dass Auto Formen oft verkannt wird.
00:14:32: Zumindest sehe ich das in den Diskussionen als so der letzte Touchpoint vor dem Kauf im Supermarkt.
00:14:40: Also so wird es häufig, zumindest bei den Kunden, die hier betreuen, dann oftmals gesehen.
00:14:48: Das, glaube ich, ist eine vertane Chance.
00:14:52: Dieser Fokus auf Retail Media, das kann ich schon nachvollziehen, weil dann natürlich Backstum für die Gattung drin ist.
00:15:00: Aber eigentlich ist Auto Form ein Super Medium für auch Marken aufzubauen und für Awareness aufzubauen etc.
00:15:08: Das wird nie den Stellenwert haben im Sinne von, das mache ich mit Auto Form alleine, das funktioniert nicht.
00:15:17: Deswegen brauche ich ja auch Medienmixer und nicht irgendwie nur eine Gattung oder einen Kanal.
00:15:25: Aber Autoform hat natürlich eine Riesenchance, eigentlich, wenn man es mal so ausdrücken will, den gesamten Pfanne zu bedienen.
00:15:33: Sowohl vorne als auch hinten und das ist in Ordnung.
00:15:36: Genau, ehrlich gesagt, das wäre nämlich meine nächste Frage gewesen.
00:15:39: Wo siehst du Autoform im Pfanne Labo?
00:15:40: Du würdest sagen eigentlich, Kannst du alles, du kannst am POS sozusagen der letzte Impul sein, aber du kannst auch Big and Bold sozusagen im öffentlichen Raum als Marke mit deiner Botschaft bestrahlen und dann awareness schaffen für eine Marke, weil die Leute ja zunehmend auch mobil unterwegs sind.
00:15:59: Total, total.
00:16:00: Und jetzt sind wir natürlich in Deutschland In so einer besonderen Situation, das ist in UK oder auch in Frankreich, ist es natürlich deutlich anders, weil dort mehr Ballungsräume haben und dann gar nichts drumherum.
00:16:15: Also, sofern in London und dann nichts.
00:16:18: Das ist jetzt in Deutschland natürlich ein bisschen anders, deswegen ist es natürlich flächendeckend auf ganz Deutschland, wird es jetzt dann mit... oder vom alleine dann irgendwie ein bisschen schwer.
00:16:27: Aber... Prinzipiell kann ich erst mal hingehen und sagen, wenn meine Zielgruppe eher urban ist oder das zumindest eine der großen Punkte ist, dann kann ich dort noch mal zusätzliche Reichweite und auch zusätzliche Awareness und Wirkung damit auch schaffen.
00:16:44: Und das ist ein super Argument für Out-of-Form.
00:16:49: Aber ich brauche es halt im Mix.
00:16:51: Das ist auch das, was ich immer sage bei unseren Kunden.
00:16:55: Du brauchst den Media-Mix, weil du auch diese berühmten Synergien einfach entstehen, weil ich damit auch Kampagnen strecken kann oder sie auch noch mal verstärken kann.
00:17:05: Also das meinte ich vorhin mit ihr das Medium hat seine Stärken und seine Schwächen.
00:17:11: Und wenn ich das aber zusammennehme und die richtigen Stärken jeweils ausspiele, habe ich insgesamt einfach viel, viel mehr davon, wenn nicht unterschiedliche Medien entsprechend im Mix auch einsetzen.
00:17:22: Welche Rolle spielt ein Auto Form bei dir oder bei euch in der Strategie Blattrad und bei
00:17:26: Punch?
00:17:30: Also, ich sehe ehrlicherweise jedes Medium erstmal neutral.
00:17:36: Also, ich habe da keine Lieblinge drin.
00:17:39: Ich habe eher, ich sag mal, Medien, wo ich sage, die sind oberhalb, aber prinzipiell starten wir erstmal neutral.
00:17:50: Und da kommt durchaus an vielen, vielen schnellen Autoformen dann irgendwann zum Tragen bei den Kunden, die wir betreuen.
00:18:00: weil eben dort dieses Statement, das ich entsprechend machen kann mit Out-of-Form, unlistverständlich dazu sein im öffentlichen Raum und andere sehen es auch, das ist einfach ein Riesen-Effekt.
00:18:15: Das ist einfach was anderes, als wenn ich das bei mir zu Hause auf der Couch auf einem kleinen Screen irgendwie was sehe, weil dann sehe das nur ich, wenn überhaupt und sonst niemand.
00:18:26: Und das ist für mich die große Stärke, die Auto Form hat.
00:18:29: Genauso übrigens wie viele der anderen klassischen in Erführungs- und Medien.
00:18:35: Das heißt, aber wenn man ein bisschen nach vorne guckt, die Welt wird immer fragmentierter, die Mediennutze wird immer fragmentierter.
00:18:41: Das heißt, dieses Brand-Building in so einer fragmentierten Welt wird immer schwieriger und deine These ist ja... durchaus total nachvollziehbar.
00:18:49: Du brauchst Medien, die Big and Bold können in dieser fragmentierten Welt auch um Orientierung für die Marken zu geben.
00:18:58: Ja, sowohl für die Marken als auch tatsächlich für die ganzen Effekte, die ich habe.
00:19:04: Also muss ja auch immer sagen, viele, viele, viele Produkte kaufe ich ja nicht nur für mich selbst, sondern weil ich mir damit auch was dazu addiere.
00:19:14: Wenn aber niemand da draußen von meinen ganzen Freunden oder meiner ganzen Gruppe weiß, für was eine bestimmte Marke steht, dann addiere ich mir halt auch nix dazu, wenn ich die kaufe.
00:19:27: Also, wenn ich das mal aus der Konsumentenpsychologie heraus betrachte.
00:19:33: Und ich würde übrigens tatsächlich eher sagen, ja, es wird ein bisschen schwieriger, dass ich Markenaufbau betreibe in einer fragmentierten Welt.
00:19:45: Ich würde aber einen Zusatz gerne dazu machen, es wird auch viel viel wichtiger.
00:19:50: Und das ist etwas, das sollten wir alle nicht vergessen.
00:19:54: Es ist ja gerade zum Beispiel der neuesten McKinsey Report rausgekommen, jetzt kann man von McKinsey halten, was man will, das ist erstmal okay.
00:20:03: Dort kommt jetzt zum Glück auch nochmal raus, dass das Thema Marke auch nochmal einen deutlich höheren Stellenwert jetzt in letzter Zeit nochmal gewonnen hat bei den Markenverantwortlichen.
00:20:14: Und das tun wir auch gut daran.
00:20:16: Das wissen wir auch ja schon seit, ich weiß nicht, fünfzehn Jahren, seitdem Long and Shortlet rausgekommen ist, dass du beides brauchst.
00:20:27: Du kannst nicht nur das eine machen, du kannst nicht nur das andere machen, du brauchst beides.
00:20:31: Und letztens auf dem Effi-Kongress, dort haben wir uns ja in einer Gruppe auch nochmal die Effi-Daten genommen und haben geguckt, gelten eigentlich diese Regeln, die da so links und rechts, sei das von bei UNSHAB oder sei das irgendwie von Lesbians und Peterfield Co.
00:20:49: gefunden worden sind, gilt das denn eigentlich auch für Deutschland und Überraschungen?
00:20:53: Ja, das gilt auch für Deutschland.
00:20:55: Würden wir da gerne noch ein bisschen tiefer einsteigen?
00:20:58: Ja, das wird in den nächsten Jahren kommen.
00:20:59: Aber von Grundprinzip kann man erst mal sagen, das gilt auch für Deutschland und es ist auch etwas, was in Zukunft sich nicht verändern wird, egal wie fragmentiert die Medienwelt wird.
00:21:11: Wenn du jetzt mal so ein bisschen in die Zukunft guckst und ich geh noch mal zurück zur Autofoam.
00:21:17: Autofoam finde ich ganz interessant, dass du sagst, naja, am Ende sind wir eine Brand-Building-Maschine eben durch die Sichtbarkeit und die Reichweite und auch die Ernstkraftigkeit, die Kunden betreiben, wenn sie im öffentlichen Raum für alle sichtbar sein wollen.
00:21:30: Was muss denn die Gattu besser machen?
00:21:32: Ist es so, dass wir sagen, ja, Wir waren früher trifft jeden, jetzt würde man sagen, wir sind eigentlich die, die Marken wirklich sichtbar machen.
00:21:40: Ist das sozusagen der USP?
00:21:44: Ich glaube, ich würde einen Schritt weiter gehen.
00:21:47: Aber sichtbar ist mir eines zu kurz gesprungen, weil das ist erst mal noch so halbwegs rational.
00:21:55: Das ist schon ein bisschen besser als trifft jeden, weil es dann auch tatsächlich ja um Das Thema, ich erscheine irgendwo, geht und ich werde mich einfach nur getroffen in Anführungszeichen.
00:22:09: Aber ich würde diesen emotionalen Mehrwert, nämlich ich will ein Statement machen.
00:22:15: Deswegen habe ich das vorhin auch so ausgedrückt.
00:22:19: Das würde ich stärker in den Vordergrund stellen, weil damit geht ein Hier, da geht Größe mit ein Hier.
00:22:28: Stärke mit einher.
00:22:30: Und wenn ich ein Statement mache, dann ist das was anderes, als wenn ich einfach nur sichtbar geworden bin.
00:22:36: Und das wäre für mich auch durchaus etwas, was differenziert gegenüber anderen Medien.
00:22:42: Also da muss jede Gattung logischerweise ihren eigenen Weg finden.
00:22:48: Die Radiozentrale hat es mit Radio gefunden.
00:22:51: Das ist super.
00:22:53: Und das ist auch ein ganz spezifisches Thema, was sie da gefunden haben, weil Genau dieses Thema geht ins Ohr, bleibt im Kopf.
00:23:02: Etwas ist, was sonst nur sehr, sehr wenige Medien eigentlich in dieser Form behaupten können.
00:23:09: Und TV braucht eine andere Positionierung da drin.
00:23:14: Aber wenn ich für Auto Form spreche, würde ich wahrscheinlich sagen, das ist was für Marken, die wirklich da draußen beim Statement setzen wollen.
00:23:23: Und es ist ja auch interessant zu beobachten, dass insbesondere Startups, wenn sie dann groß werden und ein bisschen erwachsener werden, weggehen von digital und dann das meistens das erste Medium, dass sie dann außerhalb dieses, sagen wir digitalen Raums dazunehmen, ist ja oft oder formt.
00:23:46: Das hat ein paar Kunde dafür, wobei das einfach gut testen kann, auch, als der final dann ist.
00:23:52: Aber das ist natürlich der erste Weg und das ist ein super Weg.
00:23:57: Und deswegen kommen ja auch solche Kampagnen, wie beispielsweise ein Spotify Wrapped in Out of Home, kommen super an, weil ich damit auch da draußen einfach ins Statement setzen kann.
00:24:08: Und die haben einen guten Weg dafür gefunden und ich wünsche mir, dass die klassischen Medien nochmal ein bisschen mehr selbstbewusst sein haben und nicht so zurückgezogen auf ihren Fakten nur versuchen zu argumentieren, sondern einfach auch mal aus ihrer Stärke herauskommen.
00:24:26: Und das fehlt gar nichterweise ein bisschen.
00:24:28: Das hoffe ich wirklich sehr, dass das in der Zukunft, in der nahen Zukunft dazukommt.
00:24:34: Ja, ganz zum Schluss eine Frage.
00:24:36: Wenn autofone Person wäre, du hast es ja schon angedeutet, die man gerne zu seiner Weihnachtsparty einladen würde.
00:24:43: Welche Persönlichkeitsveränderung würdest du empfehlen?
00:24:46: Wie muss die Person autofone sein, damit sie dem entspricht, was du gerade beschrieben hast.
00:24:52: Also dann müssen wir uns natürlich erstmal überlegen, was ist das denn heute für eine Person und wie müsste sie sich verändern?
00:25:00: Ich glaube, auch der Form tut im Moment niemandem weh.
00:25:03: So, das ist so eine Person, die ist irgendwie da und die ist aber ein bisschen ruhig, ehrlicherweise.
00:25:11: Auch im Vergleich zu ganz vielen anderen Personen oder Mediapersonen, wenn man das jetzt mal so will.
00:25:19: Und ich glaube, da kann man durchaus mal eine Person sich in der Zukunft vielleicht erhoffen, die dort mich selbstbewusster auch mal ein bisschen mehr in den Mittelpunkt rücken möchte.
00:25:32: Nicht angeberisch, sondern tatsächlich mit viel, im Englischen würde ich sagen, Confidence, viel Rückgrat mit ein bisschen geschwälter Prost, ohne dass ich jetzt direkt in Arroganz reinfalle.
00:25:45: Und das macht, glaube ich, großen Unterschied, weil man dann auch tatsächlich auch ein bisschen anders auftritt, wenn man sich das mal so ein bisschen fordert.
00:25:53: Also nehmen wir uns das vor für für für für für für für für für für für
00:25:58: für für für für für für für für
00:26:00: für für für für für
00:26:00: für für für
00:26:02: für für für für für für für für für für.
00:26:07: Spannend für mich auch, dass sich Medien genauso weiterentwickeln müssen wie Marken und sich entsprechend positionieren.
00:26:13: Und den erwähnten Artikel von Media, die findet ihr in den Show Notes.
00:26:16: Und wenn euch der Autofon-Podcast gefällt, abonniert uns, teilt uns und sagt uns, wenn wir als nächstes einladen sollen.
00:26:23: Das war übrigens der letzte Podcast für dieses Jahr.
00:26:25: Weiter geht's in der zweiten Januarwoche.
00:26:27: Danke fürs Zuhören und nicht vergessen Brandbuilding Appens Autofon.